Kammerorchester Weilheim

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Unser aktuelles Programm

 

 

 

 

 

Letztes Programm, Herbstkonzert am 24.11.2018

Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847)
Hebriden Ouvertüre

Mel Bonis (1858-1937)
Suite en forme de Valses

Pjotr Iljitsch Tschaikowsky (1840 – 1893)
Nussknacker-Suite op.71a

Lieder nach Gedichten von Eduard Mörike von Hugo Wolf (1860-1903),

daraus: "Gebet", "Weylas Gesang", "Verborgenheit"

 

Robert Schumann (1810-1856)

"Widmung"

 

außerdem

werden an diesem Abend Lieder aus dem romatischen Repertoire für Mezzosopran und Alt des heimischen Komponisten Rainer Bartesch (*1964) auf Originaltexte von Kaiserin Elisabeth und aus der Welt des Märchenkönigs Ludwig II uraufgeführt.


Solistin des Abends: Brigitte Lang, Gesang


Zur Person:

Brigitte Lang, in München geboren, begann dort ihre klassische Gesangsausbildung am Richard-Strauss-Konservatorium bei Ursula Hirschberger und Norbert Orth, setzte nach dem Diplom als Konzert-und Opernsängerin ihr Studium an der Hochschule für Musik und Theater Zürich in der Klasse von Jane Thorner Mengedoht fort und war zwei Jahre lang Mitglied des Schweizer Opernstudios , in dessen Produktionen sie die Partien des Sextus, Annius (La clemenza di Tito) und Ramiro (La finta giardiniera) sang.

 

Am Theater Biel/ Solothurn war sie in der Rolle des Schacht (Jakob von Gunten - Schweizer Erstaufführung), Nicklaus (Hoffmanns Erzählungen) und der Angelina (La Cenerentola) zu hören. Im Bereich der Barockmusik studierte sie für die Oper Antigone von Tommaso Traetta die Rolle des Emone und sang den Herkules bei einer Inszenierung des Oratoriums „Herkules auf dem Scheideweg“ von J.S.Bach.

 

Schon während ihres Studiums entwickelte sich eine rege Konzerttätigkeit: Arien- und Liederabende, Operetten- und Opernkonzerte u.a. im Münchener Gasteig und zu den Richard Strauss-Festspielen in Garmisch Partenkirchen.

Ihr Solorepertoire umfasst sämtliche bekannte Oratorien und Messen deren Aufführungen sie ausserhalb Deutschlands, auch nach Österreich( Dom zu Salzburg), in die Schweiz, nach Italien, Frankreich, Belgien (Dom zu Gent), Israel und Ungarn führte. 2005 in Passau sang sie den Alt-Part in der Uraufführung einer „Missa“ der Komponistin Ruth Zechlin (Mitschnitt des Bayerischen Rundfunks/CD).

Als freischaffende Konzert -und Opernsängerin ist Brigitte Lang neben ihrer solistischen Tätigkeit auch regelmässig unter Gastvertrag im Chor des Opernhauses Zürich und Mitglied des Konzert-Chores des Bayerischen Rundfunks in München.

Kurse für Alte Musik, Lied- und Operninterpretation bei Prof. Frieder Lang, Donald Sulzen, Irwin Gage und Kammersängerin Prof. Julie Kaufmann, Meisterkurse bei Inge Borkh im Rahmen der Münchener Singschul`, bei Kristina Laki und Prof. Marga Schiml, Halbfinalteilnahme am 1.Internationalen Hilde Zadek Gesangswettbewerb und dem Internationalen Gesangswettbewerb für Italienische Oper in Dresden, Finalistin am Konservatoriumswettbewerb des Münchener Gasteig, Stipendiatin der Richard Wagner Stipendienstiftung.

Seit 2009 ist Brigitte Lang an der Ludwig-Maximilians-Universität München als Lehrbeauftragte für Stimmbildung tätig.

 

Zu den Werken

Felix Mendelssohn Bartholdy (1809 - 1847)
Ouvertüre „Die Hebriden“ (Fingalshöhle) in h-Moll, op. 26 (London 1833)

Mendelssohn hatte mit 20 Jahren eine Reise auf die kleine Hebrideninsel Staffa in Nordschottland unternommen und dort eine der schönsten Grotten Europas mit bis zu zwölf Meter hohen sechseckigen Basaltsäulen, die Fingalshöhle, besichtigt. Fingal war ein sagenumwobener König aus Nordschottland. Landschaft und Geschichte Schottlands regten Mendelssohn zur Sinfonie in
a-Moll, der sogenannten „Schottischen“, an. Auch die Hebriden-Ouvertüre ist Ergebnis dieser Reiseeindrücke. Ihr ursprünglicher Titel lautete „Fingalshöhle“.
Das eintaktige Anfangsthema zieht sich in zahlreichen Varianten durch die ganze Komposition, zeitweilig abgelöst von weiteren Motiven. Eine Programmmusik stellt das Werk nicht dar. Lediglich stimmungsvolle Eindrücke hat der Komponist in eine musikalische Form eingebunden. Selbst Richard Wagner bewunderte die virtuose Instrumentierung.
Diese Ouvertüre ist kein Einleitungsstück zu einem Bühnenwerk, sondern eine Konzert-Ouvertüre, wie sie im 19. Jahrhundert üblich wurde und die der Sinfonischen Dichtung nahesteht.


Rainer Bartesch (1964)
Drei Lieder für Mezzosopran und Orchester

Bartesch, beheimatet am Auerberg, studierte an der Münchener Hochschule für Musik und Theater. Er lebt als freischaffender Komponist, Dirigent und Multi-Instrumentalist in Maising. Er gewann mehrfach Preise für Filmmusiken.
Unweit von Maising liegt Possenhofen am Starnberger See, wo Sissi, die spätere Kaiserin von Österreich und Königin von Ungarn, ihre Kindheit verbrachte.
Für das Kammerorchester vertonte Bartesch Sissis Gedicht „Du Adler“, das sie in Erinnerung an eine romantische Kahnfahrt mit König Ludwig II. im Starnberger See schrieb und auf der Roseninsel 1885 im Casino hinterlegte.
Ludwig II. antwortete mit „Der Möwe Gruß“, da sich Sissi damals in Amsterdam aufhielt. Auch dieses dreistrophige Gedicht vertonte Bartesch.
Als weiteren Text wählte Bartesch einen aus 93 Sinnsprüchen von Omar Khayyam, der im 11./12. Jahrhundert in Persien lebte. Er war Mathematiker, Astronom, Astrologe, Philosoph und Dichter.

 

Hugo Wolf (1860 - 1905)
Drei Lieder nach Gedichten von Eduard Mörike (1804 - 1875)

Das Geburtshaus Hugo Wolfs steht in Windischgraz, heute Slovenj Gradec im nördlichen Slowenien. Diese damalige Südsteiermark war gemischtsprachig. Der Vater war Österreicher, die Mutter Slowenin. Hugo lernte beim Vater mit fünf Jahren das Klavier- und Geigenspiel. Er war nur an Musik interessiert und vernachlässigte die Schule. Aus dem Konservatorium trat er aus. Die Musiktheorie brachte er sich autodidaktisch bei. Nach mehreren Dirigenten-stellen arbeitete er als Musikkritiker, trat dabei für Wagner, Liszt und Bruckner ein, legte sich aber mit Brahms an, was ihm persönlich sehr schadete. 1887 gab er das Kritikeramt auf. Durch den Tod des Vaters stürzte er in tiefe Trauer.
Nun begann sein eigentliches Lebenswerk. Er durchforschte die Lyrik nach Texten und vertonte 43 Gedichte von Mörike und 51 von Goethe mit Klavierbegleitung. Fünf Mörike-Lieder instrumentierte er 1890. In Deutschland und Wien konnte er schließlich große Konzerterfolge feiern.
Nach jahrelangen nervlichen und psychischen Erkrankungen verstarb er 1905 und wurde im Ehrenhain des Wiener Zentralfriedhofes nebst den Gräbern von Beethoven und Schubert feierlich bestattet.
Erst nach seinem Tod und vor allem durch Hugo Wolfs Vertonung seiner Gedichte verbreitete sich Mörikes Ruhm. Heute wird er zur Reihe der großen deutschen Lyriker gezählt: Goethe, Hölderlin, Rilke, Rückert … Mörike, der gebürtige Ludwigsburger, war zehn Jahre Pfarrer, ließ sich 40-jährig pensionieren und wurde Professor für Literatur. Seine Dichtung ist von feinster Sensibilität geprägt.


Robert Schumann (1810 - 1856)
„Widmung“ aus dem Liederzyklus „Myrten“ von F. Rückert (1788 - 1866)

Vielleicht kennen Sie noch den Brauch, dass die Braut ein immergrünes Myrtenkrönchen trägt und die Hochzeitsgäste ein Myrtenzweiglein ans Revers gesteckt bekommen. Robert Schumann stellte einen Liederband mit dem Zyklus „Myrten“ zusammen, den er seiner Braut Clara Wieck am Vorabend der Hochzeit als opulent ausgestattetes Exemplar überreichte. Unter anderem hatte er darin Gedichte von Goethe, Heine und Rückert vertont.
Friedrich Rückert stammte aus Schweinfurt und gilt als Sprachgenie. Mit
44 Sprachen beschäftigte er sich übersetzend, lehrend und sprach-wissenschaftlich. Er war einer der Begründer der Orientalistik. Er hinterließ auch einen riesigen Schatz von Gedichten, von denen viele vertont wurden.

 

Mélanie Hélène Bonis  pseudonym  Mel Bonis (*1858 in Paris, † 1937 in Sarcelles, nördl. Peripherie von Paris)
SUITE en forme de Valses (1898)

Mélanie wuchs in einer musikfremden Pariser Familie auf. Der französische Komponist César Franck erkannte ihre hohe musikalische Begabung und setzte sich dafür ein, dass sie das Konservatorium besuchen durfte. Sie musste jedoch auf Geheiß der Eltern den Studienplatz nach fünf Jahren aufgeben, um die Beziehung zu einem Mitstudenten zu beenden. Wenig später wurde sie mit einem 22 Jahre älteren Industriellen mit fünf Söhnen verheiratet. Sie schenkte noch vier eigenen Kindern das Leben.
Um 1900 begann sie wieder zu komponieren, nicht zuletzt aufgrund des Zuspruchs ihres Studienfreundes. Bis zum Beginn des Ersten Weltkrieges entstanden ihre wichtigsten Werke, für die sie mehrere Kompositionspreise erhielt. Aus dieser Zeit stammt die hier vorgetragene Suite mit Saloncharakter, die sie den jungen Ehefrauen Adèle und Marguerite ihrer beiden ältesten Stiefsöhne widmete.
1918 verstarb ihr Mann, 1932 ihr jüngster Sohn. Trotz einer depressiven Stimmung blieb sie schöpferisch bis zu ihrem Tod. Ihr Werk umfasst Lieder, Orgel-, Klavier-, Kammermusik- und Orchesterkompositionen. Sie wagte sich in tonale Grenzbereiche, die damals aufkommende Atonalität blieb ihr wesensfremd.


Pjotr Iljitsch Tschaikowsky (1840 - 1893)
SUITE mit Auszügen aus dem Feenballett in 2 Akten (3 Szenen)
“Der Nussknacker” (Casse Noisette),  op. 71a (1892)

Von vielen Theatern und Opernhäusern wird regelmäßig zur Weihnachtszeit Peter Tschaikowskys Ballett „Der Nussknacker“ aufgeführt. E.T.A. Hoffmann schrieb die Geschichte „Nussknacker und Mäusekönig“. Alexandre Dumas‘ Version wurde von M. Petipa zu einem Libretto verfasst, das Tschaikowsky vertonte. Die vorgetragene Nussknacker-Suite mit den reizendsten Melodien aus dem Ballett stellte der Komponist selbst zusammen.
Kurz zum Inhalt: Klara bekommt zu Weihnachten einen Nussknacker geschenkt. Sie träumt von einer Schlacht der vom Nussknacker angeführten Zinnsoldaten gegen das Heer des Mäusekönigs. Der siegreiche Nussknacker verwandelt sich zu einem Prinzen und reist mit ihr zum Schloss Zuckerburg. Alle Süßigkeiten beginnen einen Tanz. Der Blumenwalzer ist einer der bedeutendsten Walzer der russischen klassischen Ballettliteratur.

 

Text zu den Werken: Richard Bittner

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